Jörgs Webnotizen

Ersatz für Lightning-Add-on Automatic Export

Ursprünglich unter dem Namen Mozilla Sunbird auch als eigenständiges Programm erhältlich, wird die Kalenderanwendung von Mozilla seit einiger Zeit nur noch als Thunderbird-Add-on Lightning weiterentwickelt. Termine und Aufgaben lassen sich mit anderen Kalendern (über einen CalDAV-Server) synchronisieren oder auch als Datei im Standard-Format iCalendar manuell (mit der Dateiendung .ics) exportieren. Mit dem Lighning-Add-on Automatic Export ließ sich letzteres auch automatisieren. Leider wird dieses Add-on seit 2012 nicht mehr weiterentwickelt und ist spätestens mit Thunderbird 60 nicht mehr funktionstüchtig.

Erweiterungen, die nicht kompatibel mit der aktuellen Thunderbird-Version sind, werden automatisch deaktiviert. Ein Ersatz für das Add-on Automatic Export ist derzeit leider nicht in Sicht. Abgesehen von einer Synchronisierung hat man für eine Datensicherung dann noch folgende Möglichkeiten:

1. der Export der ics-Datei erfolgt jeweils manuell – auf die Dauer sicher keine schöne Lösung

2. Lightning speichert die Kalenderdaten in einer SQLite-Datenbank. Für eine Wiederherstellung sollten gemäß der Angaben im Ubuntu-Wiki der Ordner calendar-data sowie die Datei prefs.js im Backup gespeichert werden.

3. man sorgt dafür, dass Lightning den Kalender nicht in der SQlite-Datenbank, sondern in einer ics-Datei speichert. Hierzu exportiert man den Kalender in das gewünschte Verzeichnis, z.B. unter Linux einen Kalender „Privat“ in die Datei ~/.calendar/Privat.ics. Dann legt man in Lightning einen neuen Kalender an und wählt hierbei „im Netzwerk“ aus und gibt mit einem voranstehenden file:// den vollständigen Pfad der ics-Datei an, also z.B.:


file:///home/<user>/.calendar/Privat.ics

Wenn der neue Kalender aktiviert wird, werden alle Termine doppelt angezeigt, da nun zwei weitgehend identische Kalender aktiviert sind; die Doppelungen verschwinden, nachdem man den alten Kalender, der in der Einstellung lokal „Auf meinem Computer“ angelegt ist und die Daten in der SQLite-Datenbank speichert, deaktiviert und ggf. gelöscht hat (sicherheitshalber vor dem Löschen noch die alte Export-Datei sichern). Die ics-Datei, in welche Lightning nun die Änderungen schreibt, kann dann künftig vom Backup-Script kopiert werden.

Vorteil von 3. gegenüber 2.: man hat ein Backup im Standard-Format. Möglicher Nachteil von 3. (?): bei größeren Dateien läuft Lightning vielleicht nicht mehr ganz so performant wie mit der SQLite-Datenbank

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